Kaspar Allenbach

Aareschwimmen

Wede di wosch la tribe, muesch zersch chönne loslaa.
(Wenn du dich treiben lassen willst, musst du zuerst loslassen können.)

Plakat, Aareschwimmen

Plakat Aareschwimmen Bern

Plakat, Marzilibad, Bern. Travelposter

Plakat Jour d'Été, Marzilibad Bern

Plakat, Aareschwumm im Klimawandel

Plakat Aareschwumm 2033

Plakat, F4, Aare Surfen Thun

Eine Variante ist nicht mehr erhältlich

Plakat Jour d'Été - Thun

Plakat, F4 - Bielersee St. Petersinsel

Plakat Jour d'Été - Bielersee

Plakat, Die Hitzewelle

Plakat Die Hitzewelle

Postkarten Set, Aare Wasser

Postkartenset Aarewasser

Shop mockup aareschwumm postkarte 2

Postkartenset Aare

Das Aareschwimmen ist DIE Berner Sommertradition (Unerschrockene tun es auch im Winter – ich schaffe es erst ab 17 Grad). Im Lorraine-Quartier aufgewachsen, bin ich seit frühester Kindheit mit der Aare verbunden und liebe es, mich im Berner Hausfluss treiben zu lassen. 

Andere finden ihre Ideen unter der Dusche, ich finde sie in der Aare. Einstein hat seine Relativitätstheorie zu Raum und Zeit in Bern entwickelt. Ob er dabei in der Aare war, ist nicht überliefert. Ich stelle es mir so vor.

Die Aare in Bern – Mein Meer und meine Muse

Während die Mitstudierenden in den Semesterferien nach Thailand flogen, habe ich meine Sommertage an der Aare in Bern verbracht – mangels Budget, aber nicht mangels Begeisterung. Die Aare ist also gewissermassen mein Meer – und meine Muse.

So verwundert es nicht, dass mein Bestseller-Plakat dem Aareschwumm gewidmet ist. Davon gibt es übrigens eine Version 2033 – denn auch das Wasserschloss Schweiz bekommt wegen des Klimawandels langsam Risse.

Von Aareböötle bis Aare Guru

Das Aareböötle – zu Deutsch: sich im Gummiboot der Aare anvertrauen – gehört zu einem Berner Sommertag wie der Aare Guru. Die Aare-App entstand als Bachelor-Arbeit – aus der simplen Frage: Was mache ich eigentlich noch, wenn ich nicht studiere? Aareschwimmen, natürlich. Für andere Hobbies blieb keine Zeit.

Also entwickelte ich die Aare Guru-App. Sie wird an heissen Sommertagen von rund 125'000 Personen konsultiert. Oder wie ich sie auch nenne: die App mit der meisten Arbeit und den wenigsten Einnahmen (sprich: gar keine).

Das Wasser lässt mich nicht los – auch nicht bei der Gestaltung

Der Fluss ist für mich etwas Fundamentales – spirituell wie archetypisch. Wandel, Reinigung, Transformation. Aus gestalterischer Sicht ist die perfekte Wasserfläche eine Illusion – selbst Hokusai vollendete «Die grosse Welle von Kanagawa» erst mit über 70 Jahren (also habe ich noch Zeit).

Trotzdem lässt mich das Wasser nicht los. Manchmal lande ich einen Volltreffer – wie beim Aareschwumm-Motiv, das seither oft kopiert, aber nie erreicht wurde. Heraklit hatte recht: Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Eines Tages werde ich eine Wasserfläche zeichnen, mit der ich vollends zufrieden bin. Bis dahin springe ich einfach rein.

Häufig gestellte Fragen

Ohne geht es nicht. Sie fährt mich wortwörtlich runter, lässt mich die Mikro-Sorgen meines Alltags vergessen, lädt meine Batterien auf und stellt mir im Gegensatz zur Therapeutin keine Rechnung.

Am liebsten schwimme ich vom Altenbergsteg bis zum Lorrainebad. Gemütliche Flussgeschwindigkeit, stressfreier Ausstieg ohne blaue Zehen, gute Pommes in der Freibad-Buvette und verhältnismässig lange Abendsonne. Mehr braucht der Mensch nicht. Ausser vielleicht noch eine Glace der Gelateria Di Berna beim Lido Altenberg.

Erstens: Annässen. Wer einfach reinspringt, hat die Aare noch nicht verstanden. Zweitens: nicht dumm tun – die Aare ist ein wilder Fluss, kein Planschbecken. Drittens: Aare-Bag mitnehmen, damit deine Kleider trocken ankommen und du dich entspannt treiben lassen kannst. Viertens: Ausstieg kennen – und wer seine Zehen liebt, schwimmt flach.

Alle Flüsse fliessen ins Meer, doch nur die Aare ist die Wahre. Die Aare ist für mich der «Heilige Fluss» – der «Ganges» von Bern. Aber wie in Indien, so ist den meisten Menschen auf der Welt das Baden in so sauberen Flüssen wie der Aare verwehrt. Wir in Bern – beziehungsweise in der Schweiz – haben das grosse Privileg, in unseren heiligen Flüssen schwimmen zu können. Etwas, das überall auf der Welt eine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Ich, Christian Studer und mein überlastetes Kunsthochschul-Studentenhirn. Die Aare Guru-App liefert Wasser- und Wetterdaten seit 2011. Da ist alles drin. Kostenlos. Für Android und iOS (inklusive Apple Watch).